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Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on plant Ver­bes­se­run­gen des BEEG

Wahl­mög­lich­kei­ten beim Be­zug von El­tern­geld sol­len fle­xi­bler aus­ge­stal­tet wer­den: Ent­wurf ei­nes Ers­ten Ge­set­zes zur Än­de­rung des Bun­des­el­tern­geld- und El­tern­zeit­ge­set­zes, Ge­setz­ent­wurf der Frank­tio­nen der CDU/CSU und der SPD vom 03.06.2008

29.07.2008. Das am An­fang 2007 in Kraft ge­tre­te­ne Bun­des­el­tern­geld und -El­tern­zeit­ge­setz (BEEG) soll in ei­ni­gen Punk­te ge­än­dert wer­den.

Da­her ha­ben ha­ben die Frak­tio­nen der CDU/CSU und der SPD 03.06.2008 ge­mein­sam den Ent­wurf ei­nes Ers­ten Ge­set­zes zur Än­de­rung des Bun­des­el­tern­geld- und El­tern­zeit­ge­set­zes (BEEG) in den Bun­des­tag ein­ge­bracht.

Da­mit ent­spre­chen sie der in § 25 des Bun­des­el­tern­geld- und El­tern­zeit­ge­set­zes (BEEG) fest­ge­schrie­be­nen An­for­de­rung, dem Deut­schen Bun­des­tag bis zum 01.10.2008 Be­richt über das zum 01.01.2007 in Kraft ge­tre­te­ne Ge­setz zu er­stat­ten.

Die Ko­ali­ti­ons­part­ner se­hen aber be­reits jetzt Hand­lungs­be­darf. So soll die Wahl­mög­lich­keit beim Be­zug von El­tern­geld er­höht bzw. fle­xi­bler den un­ter­schied­lichs­ten Le­bens­si­tua­tio­nen an­spruch­be­rech­tig­ter El­tern an­ge­passt wer­den.

Im Ein­zel­nen soll es künf­tig mög­lich sein, auch oh­ne An­ga­be von Grün­den ein­mal den An­trag auf El­tern­geld­be­zug zu än­dern. Da­mit kön­nen El­tern auf ei­ne neue Er­werbs- bzw. Ein­kom­mens­si­tua­ti­on re­agie­ren.

Die bis­lang be­reits gel­ten­de Re­ge­lung, dass ei­ne Än­de­rung des El­tern­geld­be­zugs in be­son­de­ren Här­te­fäl­len mög­lich ist, bleibt dar­über hin­aus - zu­sätz­lich - er­hal­ten. Här­te­fäl­le lie­gen bei­spiels­wei­se vor bei Ein­tritt ei­ner schwe­ren Krank­heit oder ei­ner Schwer­be­hin­de­rung oder im Fal­le des To­des ei­nes El­tern­teils.

Nach dem Ge­setz­ent­wurf kann ei­ne Än­de­rung des El­tern­geld­an­trags rück­wir­kend nur für die letz­ten drei Mo­na­te ver­langt wer­den, falls nicht die Mo­nats­be­trä­ge be­reits aus­ge­zahlt wur­den. In die­sem Fall ist ei­ne rück­wir­ken­de Än­de­rung nur in Här­te­fäl­len mög­lich. Zur Un­ter­stüt­zung jun­ger El­tern, die ent­we­der min­der­jäh­rig sind oder vor Voll­endung des 18. Le­bens­jah­res ei­ne Aus­bil­dung be­gon­nen ha­ben, sol­len künf­tig auch die Groß­el­tern ei­nen An­spruch auf El­tern­geld ha­ben, wenn sie mit ih­rem En­kel­kind in ei­nem Haus­halt le­ben und die­ses Kind selbst be­treu­en und er­zie­hen.

Schließ­lich sieht der Ge­setz­ent­wurf vor, jun­ge Vä­ter bei der Hö­he des zu be­an­spru­chen­den El­tern­gel­des nicht da­durch fi­nan­zi­ell zu be­nach­tei­li­gen, dass sie in dem für die Hö­he des El­tern­gel­des maß­geb­li­chen Zeit­raum Wehr- oder Zi­vil­dienst ge­leis­tet und da­her ein ver­min­der­tes Ein­kom­men be­zo­gen ha­ben. Die­se Zei­ten wer­den im zwölf­mo­na­ti­gen Be­rech­nungs­zeit­raum vor der Ge­burt des Kin­des nicht be­rück­sich­tigt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem Vor­gang fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 3. Januar 2014

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