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Steu­er­er­leich­te­rung für Ar­beit­ge­ber bei der Ein­stel­lung Be­schäf­tig­ter für den pri­va­ten Haus­halt

Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur För­de­rung von Fa­mi­li­en und haus­halts­na­hen Dienst­leis­tun­gen (Fa­mi­li­en­leis­tungs­ge­setz - Fam­LeistG): Steu­er­li­che Ver­güns­ti­gun­gen für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen wer­den ver­ein­facht und er­wei­tert

04.12.2008. Wer als Ar­beit­ge­ber für sei­nen Pri­vat­haus­halt ei­nen Ar­beit­neh­mer be­schäf­tigt oder ei­nen Hand­wer­ker­auf­trag ver­gibt, kann nach der­zei­ti­gem Recht je nach La­ge des Fal­les ver­schie­den ho­he steu­er­li­che Ver­güns­ti­gun­gen in An­spruch neh­men, die auch in der Ab­wick­lung un­ter­schied­lich aus­ge­stal­tet sind.

Teil­wei­se wird die Steu­er­ver­güns­ti­gung über die Re­du­zie­rung des zu ver­steu­ern­den Ein­kom­mens, teil­wei­se über ei­ne di­rek­te Ver­min­de­rung der Steu­er­schuld ge­währt. Das al­les ist, so heißt es zu­tref­fend in der Be­grün­dung ei­nes Ge­setz­ent­wurfs der Bun­des­re­gie­rung vom 16.10.2006 (Ent­wurf ei­ner Fa­mi­li­en­leis­tungs­ge­set­zes), „für den ein­zel­nen Steu­er­pflich­ti­gen un­über­sicht­lich, ver­wir­rend und nicht mehr nach­voll­zieh­bar.“

Aus die­sem Grun­de sol­len die bis­her be­reits gel­ten­den steu­er­li­chen Ver­güns­ti­gun­gen für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen künf­tig in ei­ner ein­zi­gen Ge­set­zes­vor­schrift ein­heit­lich ge­re­gelt wer­den, näm­lich in dem neu ge­fass­ten § 35a Ein­kom­men­steu­er­ge­setz (EStG).

Die­se Vor­schrift er­fasst ins­be­son­de­re Auf­wen­dun­gen für Putz- und Haus­halts­hil­fen, für Gar­ten­ar­bei­ten, für Re­no­vie­run­gen oder für die Be­treu­ung pfle­ge­be­dürf­ti­ger Men­schen in pri­va­ten Haus­hal­ten. § 35a EStG in der ge­än­der­ten Fas­sung sieht vor, dass sich die ta­rif­li­che Ein­kom­men­steu­er des den Haus­halt füh­ren­den Ar­beit­ge­bers um ein­heit­lich 20 % der Kos­ten für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen ver­min­dert. Da­bei wird künf­tig im We­sent­li­chen nur noch da­nach un­ter­schie­den,

Ab­ge­se­hen von der bes­se­ren Ver­ständ­lich­keit der Steu­er­er­mä­ßi­gun­gen durch ei­ne ein­heit­li­che ge­setz­li­che Re­ge­lung ist ei­ne deut­li­che An­he­bung der Steu­er­be­güns­ti­gung für die In­an­spruch­nah­me re­gu­lä­rer Be­schäf­ti­gung vor-ge­se­hen: Wäh­rend bis­lang höchs­tens Auf­wen­dun­gen von jähr­lich 3.000,00 EUR steu­er­lich gel­tend ge­macht, d.h. 20 % hier­von bzw. 600,00 EUR pro Jahr von der Ein­kom­men­steu­er­schuld ab­ge­zo­gen wer­den konn­ten, wird die­se Be­güns­ti­gung auf 20 % von 20.000,00 EUR, d.h. um das 6,7fache an­ge­ho­ben.

Aus­ge­nom­men von der in § 35a EStG neue Fas­sung ent­hal­te­nen ein­heit­li­chen Re­ge­lung zur Steu­er­mä­ßi­gung bei Auf­wen­dun­gen für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen sol­len nach dem Ge­set­zes­ent­wurf auch künf­tig die Auf­wen­dun­gen für Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten blei­ben. Sie wer­den in ei­nem neu ge­schaf­fe­nen § 9c EStG zu­sam­men­ge­fasst, sol­len aber in­halt­lich nicht ge­än­dert wer­den.

Schließ­lich sieht das Fa­mi­li­en­leis­tungs­ge­setz ei­ne An­he­bung des Kin­der­frei­be­trags und des Kin­der­gel­des vor.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem Vor­gang fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 3. Januar 2014

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