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Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen in der So­zi­al­ver­si­che­rung 2018

Die Bun­des­re­gie­rung hat die neu­en So­zi­al­ver­si­che­rungs­re­chen­grö­ßen für das kom­men­de Jahr fest­ge­legt: Pres­se­mit­tei­lung der Bun­des­re­gie­rung vom 27.09.2017.

27.09.2017. Die Bun­des­re­gie­rung ist da­für zu­stän­dig, die Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen in der So­zi­al­ver­si­che­rung jähr­lich an die Durch­schnitts­löh­ne bzw. Durch­schnitts­ge­häl­ter an­zu­pas­sen.

Da die durch­schnitt­li­chen Löh­ne und Ge­häl­ter der Deut­schen kon­ti­nu­ier­lich stei­gen, wer­den auch die Bei­trags­gren­zen nach oben hin kor­ri­giert.

In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung vom 27.09.2017 hat die noch be­ste­hen­de schwarz-ro­te Re­gie­rung die neu­en Zah­len prä­sen­tiert: Pres­se­mit­tei­lung der Bun­des­re­gie­rung vom 27.09.2017.

Anstieg der Löhne und Gehälter im Jahr 2016

Um die An­pas­sun­gen vor­neh­men zu können, muss­te die Bun­des­re­gie­rung gemäß § 69 Sechs­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB VI) in die­sem Jahr den Lohn- und Ge­halts­an­stieg des Jah­res 2016 ge­genüber 2015 er­mit­teln.

Laut der der­zeit al­lein vor­lie­gen­den Pres­se­mit­tei­lung gab es in den west­li­chen Bun­desländern ei­nen Zu­wachs bei den durch­schnitt­li­chen Löhnen und Gehältern in Höhe von 2,33 Pro­zent. In den neu­en Bun­desländern be­trug der An­stieg 3,11 Pro­zent.

Auf die­ser Grund­la­ge muss die Bun­des­re­gie­rung durch Rechts­ver­ord­nung zum 01.01.2018 die Bei­trags­gren­zen in den ver­schie­de­nen Zwei­gen der So­zi­al­ver­si­che­rung an­pas­sen.

Beitragsbemessungsgrenzen 2018 in der Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung

Zum kom­men­den Jahr steigt die Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in der all­ge­mei­nen Ren­ten­ver­si­che­rung (West) von der­zeit 6.350 EUR auf 6.500 EUR pro Mo­nat an, d.h. der Jah­res­wert in den west­li­chen Bun­desländern erhöht sich von der­zeit 76.200 EUR auf 78.000 EUR. Für die neu­en Bun­desländer legt die Bun­des­re­gie­rung ei­ne Bei­trags­gren­ze in Höhe von 5.800 EUR pro Mo­nat fest (5.700 EUR in 2017). Das er­gibt ei­nen Jah­res­be­trag (Ost) von 69.600 EUR (68.400 in 2017).

Wer mehr ver­dient, ist zwar im­mer noch ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­tig, doch sind Ein­kom­mens­be­stand­tei­le, die die­se Grenz­wer­te über­stei­gen, bei­trags­frei in der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung, dem­ent­spre­chend aber im Leis­tungs­fall (Ren­te, Ar­beits­lo­sig­keit) auch nicht ver­si­chert.

Die o.g. Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen gel­ten auch für die Bei­trags­pflicht zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung, da die Grenz­wer­te der bei­den So­zi­al­ver­si­che­rungs­zwei­ge gem. § 341 Abs.4 Drit­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB III) iden­tisch sind.

Pflichtversicherungsgrenzen und Beitragsbemessungsgrenzen 2018 in der Krankenversicherung und Pflegeversicherung

Die Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) ist bun­des­ein­heit­lich fest­ge­legt, d.h. hier gel­ten kei­ne ver­schie­de­nen Wer­te in West- und Ost­deutsch­land. Wer ein Ein­kom­men ober­halb die­ses Grenz­be­tra­ges hat, un­ter­liegt nicht der Ver­si­che­rungs­pflicht in der GKV und hat so­mit die Möglich­keit ei­ne pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung in An­spruch zu neh­men.

Zum Jah­res­wech­sel wird sich die­se Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze von der­zeit 57.600 EUR auf 59.400 EUR pro Jahr erhöhen. Um sich als Ar­beit­neh­mer pri­vat ver­si­chern zu können, muss man dem­ent­spre­chend ein mo­nat­li­ches Brut­to-Ein­kom­men von 4.950 EUR vor­wei­sen können.

Wie bei der Ren­ten­ver­si­che­rung gibt es auch bei der GKV ei­ne Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze. Die­se ist eben­falls bun­des­ein­heit­lich und liegt un­ter der Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze. Der Grenz­be­trag wird zum 01.01.2018 von 52.200 EUR (4.350 EUR mo­nat­lich) auf 53.100 EUR pro Jahr (4.425 EUR mo­nat­lich) an­ge­ho­ben. Ein­kom­men, die die­se Gren­ze über­schrei­ten, un­ter­lie­gen mit dem darüber lie­gen­den Teil nicht der Bei­trags­pflicht zur GKV.

Die Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze und die Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in der GKV gel­ten auch für die Pfle­ge­ver­si­che­rung.


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Letzte Überarbeitung: 28. September 2017

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