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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Sonderzahlung
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 10 AZR 612/10
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 18.01.2012
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 27.03.2009, 1 Ca 6884/08
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 20.01.2010, 9 Sa 642/09
   

BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT

10 AZR 612/10
9 Sa 642/09
Lan­des­ar­beits­ge­richt
Köln

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am
18. Ja­nu­ar 2012

UR­TEIL

Jatz, Ur­kunds­be­am­tin
der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

Kläger, Be­ru­fungs­be­klag­ter, Be­ru­fungskläger und Re­vi­si­onskläger,

pp.

Be­klag­te, Be­ru­fungskläge­rin, Be­ru­fungs­be­klag­te und Re­vi­si­ons­be­klag­te,

hat der Zehn­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 18. Ja­nu­ar 2012 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Prof. Dr. Mi­kosch, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt

 

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Schmitz-Scho­le­mann und Mest­werdt so­wie den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Beck und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Mau­rer für Recht er­kannt:

1. Auf die Re­vi­si­on des Klägers wird das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Köln vom 20. Ja­nu­ar 2010 - 9 Sa 642/09 - auf­ge­ho­ben, so­weit es auf die Be­ru­fung der Be­klag­ten das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 27. März 2009 - 1 Ca 6884/08 - ab­geändert hat.

2. Die Be­ru­fung der Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Köln vom 27. März 2009 - 1 Ca 6884/08 - wird mit der Maßga­be zurück­ge­wie­sen, dass die Be­klag­te Zin­sen aus 15.300,00 Eu­ro erst seit dem 15. April 2008, Zin­sen aus 29.000,00 Eu­ro erst seit dem 15. April 2009 und Zin­sen aus 47.000,00 Eu­ro erst seit dem 15. April 2010 zu zah­len hat.

3. Die Be­klag­te hat die Kos­ten der Re­vi­si­on zu tra­gen. Im Übri­gen ha­ben der Kläger 3/4 und die Be­klag­te 1/4 der Kos­ten des Rechts­streits, ein­sch­ließlich der Kos­ten des Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de­ver­fah­rens, zu tra­gen.

Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten noch über Zah­lun­gen iHv. ins­ge­samt 91.300,00 Eu­ro, die von der Be­klag­ten als „Gra­ti­fi­ka­tio­nen“ be­zeich­net und von dem künf­ti­gen Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses abhängig ge­macht wor­den sind.

Der Kläger trat auf­grund An­stel­lungs­ver­trags vom 17. De­zem­ber 2002 am 1. Ja­nu­ar 2003 als Wert­pa­pierhänd­ler in die Diens­te der Be­klag­ten. Das Ar­beits­verhält­nis en­de­te durch or­dent­li­che Kündi­gung des Klägers vom 28. März 2008 am 30. Ju­ni 2008. Zu­letzt er­hielt der Kläger ein mo­nat­li­ches Ge­halt iHv. 4.500,00 Eu­ro brut­to.

Mit Schrei­ben vom 9. März 2005 teil­te die Be­klag­te dem Kläger Fol­gen­des mit:

 

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„...

wir freu­en uns Ih­nen mit­tei­len zu dürfen, dass wir Ih­nen auf Grund Ih­res Bei­tra­ges zum Er­folg un­se­res Un­ter­neh­mens im Geschäfts­jahr 2004 ei­ne frei­wil­li­ge ein­ma­li­ge Son­der­zah­lung in Höhe von EUR 15.300,00 brut­to zah­len wer­den. Wir wei­sen dar­auf hin, dass die Son­der­zah­lung stets un­ter dem Wi­der­spruchs­vor­be­halt steht und ei­ne et­wai­ge wie­der­hol­te Zah­lung kei­nen Rechts­an­spruch auf zukünf­ti­ge Zah­lung be­gründet.

Ne­ben der vor­ge­nann­ten Son­der­zah­lung möch­ten wir Ih­nen mit­tei­len, dass wir für den Fall, dass das mit Ih­nen be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis am 15. April 2008 un­gekündigt fort­be­steht, Ih­nen ei­ne Gra­ti­fi­ka­ti­on in Höhe von EUR 15.300,00 brut­to zur Ho­no­rie­rung der Be­triebs­zu­gehörig­keit zah­len wer­den.

Um die Aus­keh­rung der ein­ma­li­gen frei­wil­li­gen Son­der­zah­lung ver­an­las­sen zu können, bit­ten wir Sie der gu­ten Ord­nung hal­ber und zum Zei­chen Ih­res Ein­verständ­nis­ses, die Zweit­schrift die­ses Brie­fes un­ter­schrie­ben zurück­zu­ge­ben.

...“

Der Kläger un­ter­zeich­ne­te das Schrei­ben. 

Mit im We­sent­li­chen gleich­lau­ten­den Schrei­ben von März 2006 und März 2007 erklärte die Be­klag­te, dem Kläger für die vor­an­ge­gan­ge­nen Geschäfts­jah­re je­weils ei­ne Er­folgs­be­tei­li­gung (29.000,00 Eu­ro brut­to für 2005 und 50.000,00 Eu­ro brut­to für 2006) so­wie ei­nen wei­te­ren Be­trag für den Fall des un­gekündig­ten Be­stands des Ar­beits­verhält­nis­ses am 15. April 2009 (29.0000,00 Eu­ro brut­to) bzw. 15. April 2010 (47.000,00 Eu­ro brut­to) zah­len zu wol­len. Auch die­se Schrei­ben un­ter­zeich­ne­te der Kläger.

Der Kläger hat vor­ge­tra­gen, tatsächlich hand­le es sich bei den in den drei Schrei­ben ge­nann­ten „Son­der­zah­lun­gen“ und „Gra­ti­fi­ka­tio­nen“ um Bo­nus­ansprüche. Bei sei­ner Ein­stel­lung sei ihm erklärt wor­den, er er­hal­te ei­nen Bo­nus iHv. 20 % des von ihm er­wirt­schaf­te­ten Ge­winns, und zwar in zwei gleich ho­hen Beträgen, wo­bei die ers­te Hälf­te zum 15. April des Fol­ge­jah­res und die zwei­te Hälf­te drei Jah­re später ge­zahlt wer­de, so­fern bis da­hin das Ar­beits­verhält­nis un­gekündigt fort­be­ste­he.

 

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Der Kläger hat be­an­tragt, 

die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an ihn 91.300,00 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen iHv. fünf Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz aus 15.300,00 Eu­ro seit dem 15. April 2008, aus 29.000,00 Eu­ro seit dem 15. April 2009 und aus 47.000,00 Eu­ro seit dem 15. April 2010 zu zah­len.

Die Be­klag­te hat be­an­tragt, die Kla­ge ab­zu­wei­sen. Sie hat vor­ge­tra­gen, ei­ne Bo­nus­zu­sa­ge sei we­der dem Kläger noch an­de­ren bei ihr als Händ­ler beschäftig­ten Ar­beit­neh­mern er­teilt wor­den. Sie ent­schei­de für je­des Geschäfts­jahr er­neut, ob in An­be­tracht der persönli­chen Leis­tung des Ar­beit­neh­mers ei­ne ein­ma­li­ge leis­tungs­abhängi­ge Prämie ge­zahlt wer­de. Die Ent­schei­dung wer­de nach Gutdünken ge­trof­fen und nicht nach fes­ten Be­rech­nungs­grund­la­gen. Aus den drei Schrei­ben er­ge­be sich, dass es sich bei den zu­ge­sag­ten Beträgen ei­ner­seits um frei­wil­li­ge ein­ma­li­ge Son­der­zah­lun­gen, an­de­rer­seits um Treue­prämi­en ge­han­delt ha­be, de­ren Aus­zah­lung zulässi­ger­wei­se an die - hier nicht ein­ge­tre­te­ne - Be­din­gung ge­knüpft wor­den sei, dass das Ar­beits­verhält­nis nach Ab­lauf von drei Jah­ren noch un­gekündigt fort­be­ste­he.

Das Ar­beits­ge­richt hat der Kla­ge statt­ge­ge­ben. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat sie ab­ge­wie­sen. Mit der vom Se­nat zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­on er­strebt der Kläger die Wie­der­her­stel­lung des erst­in­stanz­li­chen Ur­teils.

Ent­schei­dungs­gründe

Die Re­vi­si­on hat Er­folg. Die Kla­ge ist in dem noch anhängi­gen Um­fang be­gründet. Dem Kläger ste­hen die er­ho­be­nen Vergütungs­ansprüche auf­grund der Ver­ein­ba­run­gen vom 9. März 2005, 16. März 2006 und 29. März 2007 zu. Die be­tref­fen­den Ver­ein­ba­run­gen sind All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen. Sie re­geln Zah­lungs­ansprüche, die an den je­weils im vor­aus­ge­gan­ge­nen Jahr vom Kläger er­brach­ten Bei­trag zum Un­ter­neh­mens­er­folg an­knüpfen und gleich­zei­tig die künf­ti­ge Be­triebs­treue ho­no­rie­ren sol­len (un­ter I 1). Zwar ist die je­weils ge­nann­te Vor­aus­set­zung, nämlich der un­gekündig­te Be­stand des Ar­beits­ver-

 

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hält­nis­ses je­weils am 15. April der Jah­re 2008, 2009 und 2010, nicht erfüllt. Das ist je­doch unschädlich, weil die Ver­ein­ba­rung die­ser An­spruchs­vor­aus­set­zung nach § 307 Abs. 1 Satz 1 iVm. Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 BGB un­wirk­sam ist (un­ter I 2).

I. Grund­la­ge der Vergütungs­ansprüche ist die je­weils im zwei­ten Ab­satz der Ver­ein­ba­run­gen vom 9. März 2005, 16. März 2006 und 29. März 2007 gleich­lau­tend ge­trof­fe­ne Re­ge­lung.

1. Dar­in ver­pflich­tet sich die Be­klag­te je­weils zur Zah­lung ei­nes be­stimm­ten Be­trags. Die je­wei­li­ge Zu­sa­ge knüpft an die Leis­tung des Klägers im vor­an­ge­gan­ge­nen Jahr an und be­stimmt zu­gleich die Ho­no­rie­rung der Be­triebs­treue zum Leis­tungs­zweck.

a) Die Ver­ein­ba­run­gen sind All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen

aa) Die je­wei­li­gen Schrei­ben an den Kläger ent­hal­ten Ver­trags­be­din­gun­gen, die von der Be­klag­ten zur Ver­wen­dung für ei­ne Viel­zahl von Verträgen vor­for­mu­liert und dem Kläger bei Ver­trags­ab­schluss ge­stellt wur­den. Wird ein Text in min­des­tens drei Fällen zur Grund­la­ge von Ver­trags­be­din­gun­gen ge­macht, ist das Merk­mal „vor­for­mu­lier­te Ver­trags­be­din­gun­gen für ei­ne Viel­zahl von Verträgen” iSd. § 305 Abs. 1 Satz 1 BGB erfüllt (vgl. BAG 25. Mai 2005 - 5 AZR 572/04 - zu VII der Gründe, BA­GE 115, 19). Die­se Vor­aus­set­zung ist ge­ge­ben.

bb) All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen sind nach ih­rem ob­jek­ti­ven In­halt und ty­pi­schen Sinn ein­heit­lich so aus­zu­le­gen, wie sie von verständi­gen und red­li­chen Ver­trags­part­nern un­ter Abwägung der In­ter­es­sen der nor­ma­ler­wei­se be­tei­lig­ten Ver­kehrs­krei­se ver­stan­den wer­den, wo­bei nicht die Verständ­nismöglich­kei­ten des kon­kre­ten, son­dern die des durch­schnitt­li­chen Ver­trags­part­ners des Ver­wen­ders zu­grun­de zu le­gen sind. An­satz­punkt für die nicht am Wil­len der je­wei­li­gen Ver­trags­part­ner zu ori­en­tie­ren­de Aus­le­gung All­ge­mei­ner Geschäfts­be­din­gun­gen ist in ers­ter Li­nie der Ver­trags­wort­laut. Ist die­ser nicht ein­deu­tig, kommt es für die Aus­le­gung ent­schei­dend dar­auf an, wie der Ver-

 

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trags­text aus Sicht der ty­pi­scher­wei­se an Geschäften die­ser Art be­tei­lig­ten Ver­kehrs­krei­se zu ver­ste­hen ist, wo­bei der Ver­trags­wil­le verständi­ger und red­li­cher Ver­trags­part­ner be­ach­tet wer­den muss. So­weit auch der mit dem Ver­trag ver­folg­te Zweck ein­zu­be­zie­hen ist, kann das nur in Be­zug auf ty­pi­sche und von red­li­chen Geschäfts­part­nern ver­folg­te Zie­le gel­ten (BAG 8. De­zem­ber 2010 - 10 AZR 671/09 - Rn. 15, AP BGB § 242 Be­trieb­li­che Übung Nr. 91 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 51).

b) Im Streit­fall soll die Zah­lung die er­war­te­te Be­triebs­treue be­loh­nen und knüpft da­bei an die Leis­tung des Klägers im Be­zugs­zeit­raum (im je­weils vor­an-ge­gan­ge­nen Ka­len­der­jahr) an, in­dem sie sich der Höhe nach am Bei­trag des Klägers zum Un­ter­neh­mens­er­folg aus­rich­tet. Es han­delt sich da­mit um ei­ne Son­der­zah­lung mit Misch­cha­rak­ter. Wenn die Be­klag­te dem­ge­genüber gel­tend macht, sie ha­be die Höhe der Zah­lung rein nach Gutdünken be­stimmt, so mag das zu­tref­fen. Es ändert aber nichts dar­an, dass sie ihr Gutdünken hin­sicht­lich der Höhe der zu­ge­sag­ten Leis­tung, so­weit nach außen er­kenn­bar, nicht willkürlich wahr­nahm und auch nicht an Treue­ge­sichts­punk­ten aus­rich­te­te, son­dern an der Ar­beits­leis­tung des Klägers im vor­aus­ge­gan­ge­nen Jahr an­knüpfte. An­dern­falls wäre nicht erklärbar, dass sie die Zah­lung in al­len drei Jah­ren auf ge­nau oder doch in et­wa den­sel­ben Be­trag fest­setz­te, der - nach dem ers­ten Ab­satz der je­wei­li­gen Ver­ein­ba­rung - aus ih­rer Sicht dem Bei­trag des Klägers zum Er­folg des Un­ter­neh­mens in dem der Ver­ein­ba­rung vor­aus­ge­gan­ge­nen Jahr ent­sprach. Nicht erklärbar wäre auch, war­um die Be­klag­te den Wert der Be­triebs­treue in drei Jah­ren so un­ter­schied­lich an­setz­te, wie es ge­sche­hen ist. In die­sel­be Rich­tung weist schließlich der Um­stand, dass die Zah­lun­gen mehr als 25 vH, mehr als 50 vH und na­he­zu 100 vH des Jah­res­grund­ge­halts im ab­ge­lau­fe­nen Ka­len­der­jahr be­tra­gen soll­ten. Dass Leis­tun­gen in die­ser Höhe al­lein das zukünf­ti­ge langjähri­ge - ge­ge­be­nen­falls auch we­ni­ger er­folg­rei­che - Ver­har­ren im Ver­trags­verhält­nis si­cher­stel­len und nicht we­nigs­tens auch in ei­nem Verhält­nis zur vom Ar­beit­neh­mer im Be­zugs­jahr er­brach­ten Ar­beits­leis­tung ste­hen sol­len, kann ge­ra­de in ei­ner auf kurz­fris­ti­ge Er­fol­ge ori­en­tier­ten Bran­che wie dem Wert­pa­pier­han­del nicht an­ge­nom­men wer­den.

 

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2. Der An­spruch ist nicht des­halb aus­ge­schlos­sen, weil der Kläger je­weils am 15. April der Jah­re 2008, 2009 und 2010 nicht mehr in ei­nem un­gekündig­ten Ar­beits­verhält­nis zur Be­klag­ten stand. Die ent­spre­chen­de Ein­schränkung des An­spruchs in der je­wei­li­gen Ver­ein­ba­rung der Par­tei­en ist nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB un­wirk­sam, weil sie den Kläger un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­ligt.

a) Nach § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB ist ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung im Zwei­fel an­zu­neh­men, wenn ei­ne Be­stim­mung mit we­sent­li­chen Grund­ge­dan­ken der ge­setz­li­chen Re­ge­lung, von der ab­ge­wi­chen wird, nicht zu ver­ein­ba­ren ist.

aa) Von maßgeb­li­cher Be­deu­tung ist in­so­weit, ob die ge­setz­li­che Re­ge­lung nicht nur auf Zweckmäßig­keits­erwägun­gen be­ruht, son­dern ei­ne Aus­prägung des Ge­rech­tig­keits­ge­bots dar­stellt. Die Fra­ge, ob ei­ne ge­gen Treu und Glau­ben ver­s­toßen­de un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung des Ver­trags­part­ners des Klau­sel­ver­wen­ders vor­liegt, ist auf der Grund­la­ge ei­ner Abwägung der be­rech­tig­ten In­ter­es­sen der Be­tei­lig­ten zu be­ant­wor­ten. Hier­bei ist das In­ter­es­se des Ver­wen­ders an der Auf­recht­er­hal­tung der Klau­sel mit dem In­ter­es­se des Ver­trags­part­ners an der Er­set­zung der Klau­sel durch das Ge­setz ab­zuwägen. Bei die­ser wech­sel­sei­ti­gen Berück­sich­ti­gung und Be­wer­tung recht­lich an­zu­er­ken­nen­der In­ter­es­sen der Ver­trags­part­ner, bei der auch grund­recht­lich geschütz­te Rechts­po­si­tio­nen zu be­ach­ten sind, ist ein ge­ne­rel­ler, ty­pi­sie­ren­der Maßstab an­zu­le­gen (BAG 24. Ok­to­ber 2007 - 10 AZR 825/06 - Rn. 23, BA­GE 124, 259; 25. April 2007 - 5 AZR 627/06 - Rn. 19 mwN, BA­GE 122, 182).

bb) Rechts­vor­schrif­ten iSv. § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB sind nicht nur die Ge­set­zes­be­stim­mun­gen selbst, son­dern die dem Ge­rech­tig­keits­ge­bot ent­spre­chen­den all­ge­mein an­er­kann­ten Rechts­grundsätze, dh. auch al­le un­ge­schrie­be­nen Rechts­grundsätze, die Re­geln des Richter­rechts oder die auf­grund ergänzen­der Aus­le­gung nach den §§ 157, 242 BGB und aus der Na­tur des je­wei­li­gen Schuld­verhält­nis­ses zu ent­neh­men­den Rech­te und Pflich­ten. In der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts ist an­er­kannt, dass mit Son­der­zah­lun­gen ver­bun­de­ne ein­zel­ver­trag­li­che Stich­tags- und Rück­zah­lungs­klau­seln ei­nen Ar­beit­neh­mer nicht in un­zulässi­ger Wei­se in sei­ner durch Art. 12 GG

 

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ga­ran­tier­ten Be­rufs­frei­heit be­hin­dern dürfen und in­so­weit ei­ner In­halts­kon­trol­le durch die Ar­beits­ge­rich­te gemäß § 307 BGB un­ter­lie­gen (BAG 24. Ok­to­ber 2007 - 10 AZR 825/06 - Rn. 24, BA­GE 124, 259; 25. April 2007 - 10 AZR 634/06 - BA­GE 122, 174; 28. März 2007 - 10 AZR 261/06 - AP BGB § 611 Gra­ti­fi­ka­ti­on Nr. 265 = EzA BGB 2002 § 611 Gra­ti­fi­ka­ti­on, Prämie Nr. 21).

cc) Nach der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung ist es dem Ar­beit­ge­ber nicht schlecht­hin ver­sagt, Son­der­zah­lun­gen mit Bin­dungs­klau­seln zu ver­se­hen (BAG 28. März 2007 - 10 AZR 261/06 - AP BGB § 611 Gra­ti­fi­ka­ti­on Nr. 265 = EzA BGB 2002 § 611 Gra­ti­fi­ka­ti­on, Prämie Nr. 21), so­lan­ge die Zah­lun­gen nicht aus­sch­ließlich Ge­gen­leis­tung für schon er­brach­te Ar­beit sind. Das gilt so­wohl für Klau­seln, in de­nen sich der Ar­beit­neh­mer ver­pflich­tet, er­folg­te Son­der­zah­lun­gen zurück­zu­er­stat­ten, wenn er vor ei­nem be­stimm­ten Zeit­punkt das Ar­beits­verhält­nis von sich aus kündigt (Rück­zah­lungs­klau­seln), als auch für Re­ge­lun­gen, nach de­nen die Leis­tung der Son­der­zah­lung vor­aus­setzt, dass der Ar­beit­neh­mer zu ei­nem be­stimm­ten Zeit­punkt noch im Ar­beits­verhält­nis steht (Be­stands­klau­seln, Stich­tags­klau­seln; vgl. für den Fall, dass der Stich­tag im Geschäfts­jahr liegt: BAG 6. Mai 2009 - 10 AZR 443/08 - AP BGB § 307 Nr. 43 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 44). Al­ler­dings dürfen der­ar­ti­ge Klau­seln den Ar­beit­neh­mer nicht un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­li­gen. Ins­be­son­de­re dürfen sie den Ar­beit­neh­mer nicht in un­zulässi­ger Wei­se in sei­ner Be­rufs­frei­heit (Art. 12 Abs. 1 GG) be­hin­dern und un­ter­lie­gen in­so­weit ei­ner In­halts­kon­trol­le durch die Ar­beits­ge­rich­te gemäß § 307 BGB (BAG 24. Ok­to­ber 2007 - 10 AZR 825/06 - BA­GE 124, 259; 28. März 2007 - 10 AZR 261/06 - AP BGB § 611 Gra­ti­fi­ka­ti­on Nr. 265 = EzA BGB 2002 § 611 Gra­ti­fi­ka­ti­on, Prämie Nr. 21).

b) Bei An­wen­dung die­ser Grundsätze hält die hier zur Be­ur­tei­lung ste­hen­de Stich­tags­klau­sel der In­halts­kon­trol­le nicht stand. Ei­ne Son­der­zah­lung, die je­den­falls auch Vergütung für be­reits er­brach­te Ar­beits­leis­tung dar­stellt, kann nicht vom un­gekündig­ten Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses zu ei­nem Zeit­punkt außer­halb des Be­zugs­zeit­raums, in dem die Ar­beits­leis­tung er­bracht wur­de, abhängig ge­macht wer­den.

 

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aa) Die Stich­tags­klau­sel steht im Wi­der­spruch zum Grund­ge­dan­ken des § 611 Abs. 1 BGB, in­dem sie dem Ar­beit­neh­mer be­reits er­ar­bei­te­ten Lohn ent­zieht. Sie verkürzt außer­dem in nicht zu recht­fer­ti­gen­der Wei­se die nach Art. 12 Abs. 1 GG geschütz­te Be­rufs­frei­heit des Ar­beit­neh­mers, weil sie die Ausübung sei­nes Kündi­gungs­rechts un­zulässig er­schwert (vgl. für Bo­nus­zah­lun­gen: BAG 24. Ok­to­ber 2007 - 10 AZR 825/06 - Rn. 25 ff., BA­GE 124, 259). Ein be­rech­tig­tes In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers, dem Ar­beit­neh­mer Lohn für ge­leis­te­te Ar­beit ge­ge­be­nen­falls vor­ent­hal­ten zu können, ist nicht er­sicht­lich.

bb) Das wird im Streit­fall be­son­ders deut­lich. Der Kläger hat­te nicht nur in den Be­zugs­jah­ren 2004 bis 2006 sei­ne Ar­beits­leis­tung er­bracht, son­dern die ers­te War­te­frist fast vollständig, die zwei­te zu zwei Drit­teln und die drit­te zu ei­nem Drit­tel zurück­ge­legt. Den­noch müss­te er bei An­wen­dung der Klau­sel im Fal­le vor­zei­ti­ger Kündi­gung den Ver­lust des An­spruchs auf Vergütung für be­reits ge­leis­te­te Diens­te iHv. na­he­zu 200 vH ei­nes Jah­res­grund­ge­halts in Kauf neh­men.

cc) Ei­ne der­ar­ti­ge fak­ti­sche Ein­schränkung des Kündi­gungs­rechts ist nicht durch den Zweck der Be­loh­nung von Be­triebs­treue ge­deckt. Das Ar­beits­verhält­nis dient dem Aus­tausch von Ar­beits­leis­tung und Ar­beits­vergütung. Der Wert der Ar­beits­leis­tung für den Ar­beit­ge­ber hängt von ih­rer Qua­lität und vom Ar­beits­er­folg ab, re­gelmäßig je­doch nicht von der rei­nen Ver­weil­dau­er des Ar­beit­neh­mers im Ar­beits­verhält­nis. Die Ho­no­rie­rung zu­neh­men­der Beschäfti­gungs­dau­er als sol­cher steht nicht in ei­nem Verhält­nis zur Qua­lität und zum Er­folg der Ar­beits­leis­tung. Die ein­mal er­brach­te Ar­beits­leis­tung ge­winnt auch re­gelmäßig nicht durch bloßes Ver­har­ren des Ar­beit­neh­mers im Ar­beits­verhält­nis nachträglich an Wert. Dem­ent­spre­chend er­rei­chen Ju­biläums­gel­der und ähn­li­che Zu­wen­dun­gen übli­cher­wei­se auch bei Wei­tem nicht die hier ge­ge­be­ne Größen­ord­nung. Sie sind, ge­mes­sen an der re­gelmäßigen Vergütung, im All­ge­mei­nen eher mar­gi­nal. Führt aber, wie nach der hier zu be­ur­tei­len­den Klau­sel, die rei­ne Beschäfti­gungs­dau­er zu ei­nem mas­si­ven An­spruchs­auf­wuchs bis hin zu ei­ner Ver­dop­pe­lung des Grund­ge­halts, so liegt auf der Hand, dass der Grund dafür eben nicht die - als sol­che für den Ar­beit­ge­ber wert­lo­se -

 

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Ver­weil­dau­er selbst ist. Viel­mehr hat die ver­spro­che­ne Zah­lung ih­ren wah­ren Grund in der be­reits er­brach­ten Leis­tung des Ar­beit­neh­mers, die zu­vor, ge­mes­sen an dem vom Ar­beit­ge­ber selbst zu­grun­de ge­leg­ten Verhält­nis von Leis­tung und Ge­gen­leis­tung, noch nicht vollständig ab­ge­gol­ten war.

dd) Wei­ter muss be­dacht wer­den, dass der Ar­beit­ge­ber mit der hier maßgeb­li­chen Klau­sel sei­nem Ver­trags­part­ner ein na­he­zu in­halts­lee­res Leis­tungs-ver­spre­chen gibt, wenn er sich der Ver­pflich­tung durch den bloßen Aus­spruch ei­ner in sei­nem Be­lie­ben ste­hen­den Kündi­gung, die nach dem Wort­laut der hier maßgeb­li­chen Klau­sel nicht ein­mal so­zi­al ge­recht­fer­tigt sein muss, ent­zie­hen kann. Selbst dem­je­ni­gen Ar­beit­neh­mer, der so­wohl die ent­spre­chen­den Ar­beits­leis­tun­gen und da­mit den Bei­trag zum Er­folg des Un­ter­neh­mens er­bracht hat als auch von sei­ner Sei­te be­triebs­treu war, könn­te der An­spruch ent­zo­gen wer­den. Das läuft auf die nur schein­ba­re Gewährung ei­nes Rechts­an­spruchs hin­aus. We­sent­li­che Rech­te des Ar­beit­neh­mers, die sich aus der Na­tur des Ver­trags er­ge­ben, wären so ein­ge­schränkt, dass ei­ne Gefähr­dung des Ver­trags­zwecks nicht fern­liegt (§ 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB). Zwar ist der Ar­beit­ge­ber grundsätz­lich frei in der Ent­schei­dung, ob er ver­trag­lich nicht vor­ge­se­he­ne Leis­tun­gen er­brin­gen will oder nicht (BAG 18. März 2009 - 10 AZR 289/08 - Rn. 27, NJW 2009, 2619). Die­ser Ge­sichts­punkt recht­fer­tigt es je­doch nicht, als Ar­beit­ge­ber ei­ner­seits die ver­hal­tens­steu­ern­de Wir­kung ei­nes be­ding­ten ver­trag­li­chen Ver­spre­chens für die Zu­kunft in An­spruch zu neh­men, an­de­rer­seits aber die Ent­schei­dung über den Ein­tritt der Be­din­gung vom ei­ge­nen Wil­len abhängig zu ma­chen und sie sich ge­wis­ser­maßen bis zur letz­ten St­un­de vor­zu­be­hal­ten.

ee) Mit die­sen Über­le­gun­gen stimmt die Recht­spre­chung des Ers­ten Se­nats des Bun­des­ar­beits­ge­richts übe­rein, nach der es § 88 Be­trVG den Be­triebs­par­tei­en ver­wehrt, den An­spruch auf ei­ne va­ria­ble Er­folgs­vergütung vom Be­ste­hen ei­nes un­gekündig­ten An­stel­lungs­verhält­nis­ses am Aus­zah­lungs­tag abhängig zu ma­chen. § 88 Be­trVG er­laubt den da­mit ver­bun­de­nen Ent­zug ver­dien­ten Ar­beits­ent­gelts nicht. Die in ei­ner sol­chen Stich­tags­re­ge­lung ent­hal­te­ne auflösen­de Be­din­gung be­schränkt auch die durch Art. 12 Abs. 1 GG

 

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geschütz­te Be­rufs­frei­heit des Ar­beit­neh­mers übermäßig. Die Vor­ent­hal­tung ei­ner be­reits ver­dien­ten Ar­beits­vergütung ist stets ein un­an­ge­mes­se­nes Mit­tel, die selbst­be­stimm­te Ar­beits­platz­auf­ga­be zu verzögern oder zu ver­hin­dern. Mit ihr sind Be­las­tun­gen für den Ar­beit­neh­mer ver­bun­den, die un­ter Berück­sich­ti­gung der be­rech­tig­ten In­ter­es­sen ei­nes Ar­beit­ge­bers nicht zu recht­fer­ti­gen sind (BAG 5. Ju­li 2011 - 1 AZR 94/10 - Rn. 28, 39, 43; 7. Ju­ni 2011 - 1 AZR 807/09 - Rn. 34, EzA Be­trVG 2001 § 88 Nr. 3).

ff) Dass die Son­der­zah­lung im Streit­fall auch die Be­triebs­treue ho­no­rie­ren soll­te, ändert an dem Er­geb­nis nichts. So­weit der Se­nat die Auf­fas­sung ver­tre­ten hat, Be­stands­klau­seln sei­en bei Son­der­zah­lun­gen be­reits dann zulässig, wenn sie so­wohl der Vergütung be­reits er­brach­ter Ar­beits­leis­tung als auch der Ho­no­rie­rung von Be­triebs­treue die­nen (BAG 28. März 2007 - 10 AZR 261/06 - Rn. 18, AP BGB § 611 Gra­ti­fi­ka­ti­on Nr. 265 = EzA BGB 2002 § 611 Gra­ti­fi­ka­ti­on, Prämie Nr. 21), gibt der Se­nat die­se auf. Der zusätz­li­che Zweck ändert nichts dar­an, dass dem Ar­beit­neh­mer ent­ge­gen der in § 611 BGB zum Aus­druck kom­men­den Vor­stel­lung des Ge­setz­ge­bers durch ei­ne Be­stands­klau­sel be­reits ver­dien­te Ar­beits­vergütung ent­zo­gen würde. Ein schützens­wer­tes In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers dar­an, das Verhält­nis von Leis­tung und Ge­gen­leis­tung nachträglich zu verändern, kann nicht an­er­kannt wer­den. Dem Ar­beit­ge­ber ist es da­durch nicht ver­wehrt, Be­triebs­treue zu ho­no­rie­ren und ei­nen fi­nan­zi­el­len An­reiz für das Ver­blei­ben des Ar­beit­neh­mers im Ar­beits­verhält­nis zu schaf­fen. Er hat die Möglich­keit, durch die Ver­ein­ba­rung von Son­der­zah­lun­gen, die aus­sch­ließlich der Ho­no­rie­rung von Be­triebs­treue die­nen, dem Ar­beit­neh­mer deut­lich zu ma­chen, wel­chen Wert für ihn das Ver­blei­ben im Ar­beits­verhält­nis dar­stellt (BAG 18. Ja­nu­ar 2012 - 10 AZR 667/10 -). Der Ar­beit­neh­mer sei­ner­seits kann darüber ent­schei­den, ob er die Ver­dienst­chan­cen bei ei­nem Ar­beits­platz­wech­sel vor­zieht oder die Treue­prämie in An­spruch neh­men will. Wer­den da­ge­gen, wie im Streit­fall, die Zwe­cke der Vergütung für er­brach­te Leis­tung und Ho­no­rie­rung der Be­triebs­treue mit­ein­an­der ver­bun­den, kann der Ar­beit­neh­mer von sei­nem Kündi­gungs­recht nur um den Preis des Ver­zichts auf Ge­gen­leis­tung für schon er­brach­te Ar­beit Ge­brauch ma­chen.

 

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c) Die Fol­ge der Un­an­ge­mes­sen­heit der in Re­de ste­hen­den Stich­tags­klau­sel ist ih­re Un­wirk­sam­keit. Sie ist nicht teil­bar in dem Sin­ne, dass sie sich in ei­nen der Ho­no­rie­rung von Be­triebs­treue und ei­nen der Vergütung von Ar­beits­leis­tung die­nen­den Teil auf­spal­ten ließe. Nach den Schrei­ben der Be­klag­ten sind die bei­den Zah­lungs­zwe­cke unlösbar mit­ein­an­der ver­bun­den.

II. Die Zins­ansprüche sind nach § 286 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1, § 288 Abs. 1 BGB in dem noch gel­tend ge­mach­ten Um­fang be­rech­tigt.

III. Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf §§ 92, 97 ZPO. Der Kläger war in der Re­vi­si­on er­folg­reich, ist je­doch im Übri­gen zu et­wa 3/4 un­ter­le­gen.

Mi­kosch 

Mest­werdt 

Schmitz-Scho­le­mann

Beck 

Mau­rer

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