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Ak­tu­el­les Ar­beits­recht 2011: Eu­ro­pa­recht, EuGH-Ur­tei­le, EU-Richt­li­ni­en

Europafahne

Auf die­ser Sei­te fin­den Sie ak­tu­el­le Kom­men­ta­re zum eu­ro­päi­schen Ar­beits­recht 2011, ins­be­son­de­re zur Recht­spre­chung des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs (EuGH).

Ju­ris­ti­sche Be­wer­tun­gen ar­beits­recht­li­cher Ent­schei­dun­gen deut­scher Ge­rich­te fin­den Sie in der Ru­brik "Recht­spre­chung", Kom­men­ta­re zu ar­beits- und so­zi­al­recht­li­chen Ge­set­zes­vor­ha­ben und Ge­set­zes­än­de­run­gen un­ter "Ge­setz­ge­bung" und Nach­rich­ten aus der Ar­beits­welt un­ter "Ar­beit und So­zia­les".

Bei­trä­ge aus an­de­ren Jah­ren fin­den Sie un­ter Ar­beits­recht 2014, Ar­beits­recht 2013, Ar­beits­recht 2012, Ar­beits­recht 2010, Ar­beits­recht 2009, Ar­beits­recht 2008, Ar­beits­recht 2007, Ar­beits­recht 2006, Ar­beits­recht 2005, Ar­beits­recht 2004, Ar­beits­recht 2003, Ar­beits­recht 2002 und un­ter Ar­beits­recht 2001.

11/254 Sozialauswahl und Altersdiskriminierung

20.12.2011. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hält an sei­ner Recht­spre­chung fest, dass ei­ne So­zi­al­aus­wahl mit Al­ters­grup­pen­bil­dung kei­ne ver­bo­te­ne Dis­kri­mi­nie­rung älte­rer Ar­beit­neh­mer we­gen ih­res Al­ters dar­stellt: BAG, Ur­teil vom 15.12.2011, 2 AZR 42/10.

11/243 Europäischer Betriebsrat (EBR) kann Betriebsschließung nicht verhindern

06.11.2011. Der Eu­ropäische Be­triebs­rat (EBR) kann Be­triebs­sch­ließun­gun­gen nicht mit ei­nem Un­ter­las­sungs­an­spruch ver­hin­dern, um sei­ne In­for­ma­ti­ons­rech­te und Anhörungs­rech­te durch­zu­set­zen: Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Be­schluss vom 08.09.2011, 13 Ta 267/11.

11/242 Kündigung und Diskriminierung

05.12.2011. Stutt­gar­ter Ar­beits­ge­richt: Ei­ne Kündi­gung kann ei­ne Dis­kri­mi­nie­rung we­gen ei­ner Be­hin­de­rung dar­stel­len. Dann muss der Ar­beit­ge­ber ei­ne Entschädi­gung zah­len: Ar­beits­ge­richt Stutt­gart, Ur­teil vom 16.03.2011, 30 Ca 1772/10.

11/234 Urlaub und Krankheit: Krankheitsbedingt nicht genommener Urlaub kann nach 15 Monaten verfallen

23.11.2011. We­gen lan­ger Krank­heit an­ge­sam­mel­ter Ur­laub kann 15 Mo­na­te nach Ab­lauf des Ur­laubs­jahrs ver­fal­len: Eu­ropäischer Ge­richts­hof, Ur­teil vom 22.11.2011, C-214/10 - KHS gg. Schul­te.

11/202 Betriebsteilübergang - BAG entscheidet Klarenberg-Fall pro Arbeitgeber

18.11.2011. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat am Frei­tag letz­ter Wo­che den Kla­ren­berg-Fall letzt­in­stanz­lich ent­schie­den. An­ders als das Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf wies das BAG die Kla­ge Herrn Kla­ren­bergs ab, und zwar mit der Be­gründung, dass ein über­g­angsfähi­ger Be­triebs­teil hier im Streit­fall nicht vor­ge­le­ge­nen ha­be: BAG, Ur­teil vom 13.10.2011, 8 AZR 455/10.

11/199 Diskriminierung bei der Bewerbung: Kein Anspruch auf Auskunft über Mitbewerber bei Ablehnung einer Bewerbung

13.10.2011. Ab­ge­lehn­te Be­wer­ber können vom Ar­beit­ge­ber oh­ne kon­kre­te In­di­zi­en für ei­ne Dis­kri­mi­nie­rung kei­ne Aus­kunft über Mit­be­wer­ber ver­lan­gen: Eu­ropäischer Ge­richts­hof, Ur­teil vom 21.07.2011, C-104/10 (Kel­ly).

11/198 Altersgrenze für hessische Beamte ist keine Altersdiskriminierung

12.10.2011. Hes­si­sche Be­am­te müssen mit 65 Jah­ren aus dem Dienst aus­schei­den, doch ist das kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung we­gen Al­ters, so der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH), wenn die­se "Zwangs­pen­sio­nie­rung" dem Ziel dient, jünge­ren Be­wer­bern den Zu­gang zu be­stimm­ten Be­ru­fen zu er­leich­tern: EuGH, Ur­teil vom 21.07.2011, C-159/10 und C-160/10 (Fuchs).

11/194 Voller Freizeitausgleich für Überschreitungen der Höchstarbeitszeit bei der Feuerwehr

06.10.2011. Be­reits 2010 hat­te der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) wirk­sa­me Sank­tio­nen bzw. ei­nen ef­fek­ti­ven Aus­gleich für über­lan­ge Ar­beits­zei­ten bei der Feu­er­wehr an­ge­mahnt hat­te (EuGH, Ur­teil vom 25.11.2010, C-429/09). Die­ser Mah­nung fol­gend hat vor ei­ni­gen Ta­gen das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt (BVerwG) sei­ne Recht­spre­chung zu­guns­ten der Feu­er­wehr­leu­te geändert und ih­nen ei­nen vollständi­gen Aus­gleich für rechts­wid­rig lan­ge Ar­beits­zei­ten zu­ge­spro­chen: BVerwG, Ur­tei­le vom 29.09.2011, 2 C 32.10 bis 2 C 37.10.

11/189 Befristung des Arbeitsvertrags: Der Sachgrund Haushaltsbefristung erlaubt keine jahrelange Kettenbefristung

28.09.2011. Die im­mer er­neu­te Be­fris­tung ei­nes Ar­beits­ver­trags ("Ket­ten­be­fris­tung") ist auf Grund­la­ge des Teil­zeit­be­fris­tungs­ge­setz (Tz­B­fG) zeit­lich un­be­grenzt möglich - vor­aus­ge­setzt es gibt für die Be­fris­tung ei­nen Sach­grund. Be­son­ders be­liebt bei öffent­li­chen Ar­beit­ge­bern ist der Sach­grund der haus­halts­recht­li­chen Be­fris­tung: Der Zeit­ver­trag wird dann da­mit ge­recht­fer­tigt, dass der Haus­halt, an den der Ar­beit­ge­ber ge­bun­den ist, eben nur Zeit­verträge er­laubt. Da­mit können sich öffent­li­che Ar­beit­ge­ber durch Auf­stel­lung ih­rer Haus­hal­te selbst Sach­gründe für Zeit­verträge schaf­fen. Das ist aber nicht mit dem Eu­ro­pa­recht ver­ein­bart, so der Ge­ne­ral­an­walt bei Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) Jääski­nen in der vom LAG Köln vor­ge­leg­ten Rechts­sa­che „Jan­sen“: Ge­ne­ral­an­walt Jääski­nen, Schluss­anträge vom 15.09.2011, C-313/10 (Jan­sen).

11/181 Europarecht und Urlaubsanspruch: Urlaubsanspruch darf nicht von Mindestarbeitszeit abhängen

16.09.2011. Es ist mit den Vor­ga­ben des Eu­ro­pa­rechts nicht ver­ein­bar, wenn der Ur­laubs­an­spruch von Ar­beit­neh­mern erst nach ei­ner ge­leis­te­ten Min­dest­ar­beits­zeit von zehn Ta­gen ent­steht - so aber das (eu­ro­pa­rechts­wid­ri­ge) französi­sche Ar­beits­recht. Ha­ben Ar­beit­neh­mer al­ler­dings in ei­nem EU-Land wie hier in Frank­reich kei­nen Ur­laubs­an­spruch, wenn sie nicht min­des­tens zehn Ta­ge im Jahr ge­ar­bei­tet ha­ben, führt die­ser Ver­s­toß ge­gen die An­for­de­run­gen des Eu­ro­pa­rechts nicht da­zu, dass die Ge­rich­te der Mit­glieds­staa­ten das in ih­rem Land gel­ten­de Ge­set­zes­recht außer Kraft set­zen könn­ten: Schluss­anträge der Ge­ne­ral­anwältin beim EuGH Trs­ten­jak vom 08.09.2011, C-282/10 - Do­m­in­guez.

11/179 Diskriminierung wegen des Alters durch BAT-Lebensaltersstufen

14.09.2011. Der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) hat vor ei­ni­gen Ta­gen bestätigt, dass die vom Le­bens­al­ter abhängi­ge un­ter­schied­li­che Vergütung gemäß dem Le­bens­al­ters­stu­fen des Bun­des­an­ge­stell­ten-Ta­rif­ver­trags (BAT) ei­ne ver­bo­te­ne Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters dar­stellt. Die Über­lei­tung der Ar­beit­neh­mer von den dis­kri­mi­nie­ren­den BAT-Le­bens­al­ters­stu­fen in den Ta­rif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst (TVöD) ist aber rech­tens: EuGH, Ur­teil vom 08.09.2011, C-297/10 und C-298/10, „Hen­nigs“.

11/178 EuGH kippt Altersgrenze 60 für Lufthansa-Piloten

13.09.2011. Im Mai 2011 hat­te der Ge­ne­ral­an­walt beim Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) Vil­lalón ei­ne Ta­rif­ver­trags­re­ge­lung, die für Luft­hans­a­pi­lo­ten gilt und die Be­en­di­gung der Ar­beits­verhält­nis­se mit 60 Jah­ren vor­sieht, als un­zulässi­ge Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters be­wer­tet (Schluss­anträge vom 19.05.2011, C-447/09 - wir be­rich­te­ten in: Ar­beits­recht ak­tu­ell 11/124 Al­ters­gren­ze 60 für Pi­lo­ten im Ta­rif­ver­trag ist dis­kri­mi­nie­rend). Es war da­her zu er­war­ten, dass der EuGH eben­falls in die­sem Sin­ne, d.h. zu­guns­ten der Pi­lo­ten ent­schei­den würde. Ei­ne sol­che Ent­schei­dung hat der Ge­richts­hof heu­te tatsächlich gefällt: EuGH, Ur­teil vom 13.09.2011, C-447/09 (Prig­ge u.a. gg. Deut­sche Luft­han­sa).

11/175 Verpfeifen / Whistleblowing ohne Risiko einer Kündigung?

08.09.2011. Die Ber­li­ner Al­ten­pfle­ge­rin Bri­git­te Hei­nisch hat­te 2005 Straf­an­zei­ge ge­gen ih­ren Ar­beit­ge­ber er­stat­tet und wur­de dar­auf­hin frist­los gekündigt. Nach­dem sie in Deutsch­land er­folg­los durch al­le In­stan­zen da­ge­gen ge­klagt hat­te, sprach ihr der Eu­ropäische Ge­richts­hof für Men­schen­rech­te (EGMR) in Straßburg nun­mehr we­gen der Ver­let­zung ih­res Rechts auf freie Mei­nungsäußerung ei­ne Entschädi­gung von 15.000 EUR zu: EGMR, Ur­teil vom 21.07.2011, 28274/08.

11/168 Streikverbot für Beamte müssen auch Lehrer beachten

30.08.2011. Nach deut­schem Ver­fas­sungs­recht gilt für Be­am­te ein all­ge­mei­nes Streik­ver­bot. Die Eu­ropäische Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on (EM­RK) er­laubt aber auch Be­am­ten Streiks, falls sie nicht zu be­stimm­ten si­cher­heits­re­le­van­ten Be­am­ten­grup­pen gehören, d.h. ein Streik­ver­bot ist nur für be­stimm­te Be­am­te zulässig wie z.B. für An­gehöri­ge der Streit­kräfte oder der Po­li­zei. Leh­rer, die Be­am­te sind, dürfen da­her nach der in EM­RK strei­ken, nach deut­schem Recht aber nicht. Da­her ist um­strit­ten, ob Leh­rer, die Be­am­te sind, bei Streiks ei­ne Dis­zi­pli­nar­stra­fe ris­kie­ren. Das Ver­wal­tungs­ge­richt (VG) Os­nabrück hält ei­ne Dis­zi­pli­nar­stra­fe für rech­tens: VG Os­nabrück, Ur­tei­le vom 19.08.2011, 9 A 1/11 und 9 A 2/11.

11/164 Urlaub nach Krankheit

24.08.2011. Das Eu­ro­pa­recht lässt es zu, dass der Ur­laubs­an­spruch bei lan­ger Krank­heit gemäß na­tio­na­len Rechts­vor­schrif­ten nach 18 Mo­na­ten verfällt, so die Ge­ne­ral­anwältin Ve­ri­ca Trs­ten­jak in ih­ren Schluss­anträgen vom 07.07.2011 im Fall Schul­te gg. KHS (Rs. C-214/10).

11/143 Urlaubsabgeltung für Beamte

26.07.2011. In ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung hat der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) klar­ge­stellt, dass Be­am­te und Dienst­ord­nungs­an­ge­stell­te (DO-An­ge­stell­te) „Ar­beit­neh­mer“ im Sin­ne der Richt­li­nie 2003/88/EG sind. Sie können da­her, wenn sie die dort ge­re­gel­ten wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen erfüllen, beim Aus­schei­den aus dem Dienst ei­ne Ur­laubs­ab­gel­tung ver­lan­gen: EuGH, Be­schluss vom 07.04.2011, C-519/09, „May“.

11/128 Diskriminierung wegen Alters: Kein Vertrauensschutz in diskriminierende Regelung (§ 622 Abs.2 Satz 2 BGB)

05.07.2011.Für Kündi­gun­gen, die der Ar­beit­ge­ber nach dem 02.12.2006 aus­spricht, zählt je­des Beschäfti­gungs­jahr des gekündig­ten Ar­beit­neh­mers für die Verlänge­rung der ge­setz­li­chen Kündi­gungs­fris­ten und nicht erst die Beschäfti­gungs­jah­re ab Al­ter 25: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 09.09.2010, 2 AZR 714/08.

11/124 Altersgrenze 60 für Piloten im Tarifvertrag ist diskriminierend

29.06.2011. Nach An­sicht des Ge­ne­ral­an­walts am Eu­ropäischen Ge­richts­hof Vil­lalón ist ei­ne ta­rif­ver­trag­li­che Re­ge­lung eu­ro­pa­rechts­wid­rig, die Pi­lo­ten schon mit 60 Jah­ren in die Ren­te schickt: Schluss­anträge des Ge­ne­ral­an­walts Vil­lalón (Rs. C-447/09 - Prig­ge u.a. gg. Dt. Luft­han­sa).

11/110 Streik beamteter Lehrer rechtfertigt keine Disziplinarstrafe

08.06.2011. Das Ver­wal­tungs­ge­richt (VG) Düssel­dorf hat ent­schie­den, dass ver­be­am­te­te Leh­rer zwar nach wie vor nicht strei­ken dürfen, da sich aus den be­am­ten­recht­li­chen Vor­schrif­ten des Grund­ge­set­zes (GG) ein Streik­ver­bot er­gibt. Strei­ken sie aber den­noch ver­s­toßen da­mit ge­gen ih­re Dienst­pflich­ten als Be­am­te, darf ge­gen sie auf­grund der Streik­ga­ran­tie der Eu­ropäischen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on (EM­RK) kei­ne Dis­zi­pli­nar­stra­fe verhängt wer­den: VG Düssel­dorf, Ur­teil vom 15.12.2010, 31 K 3904/10.O.

11/107 Tarifvertragliche Altersgrenze kann Diskriminierung von Frauen sein

03.06.2011. Ta­rif­li­che Re­ge­lun­gen, die Ar­beits­verhält­nis­se mit Er­rei­chen des Ren­ten­al­ters au­to­ma­tisch be­en­den, sind dem Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) zu­fol­ge im All­ge­mei­nen mit dem Eu­ro­pa­recht ver­ein­bar. Sie sind da­mit zwar kei­ne ver­bo­te­ne Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung, können aber ei­ne ver­bo­te­ne Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Ge­schlechts sein, wenn Frau­en früher als Männer ei­nen Ren­ten­an­spruch ha­ben und durch die Ta­rif­re­ge­lung früher als Männer ih­ren Job ver­lie­ren: EuGH, Ur­teil vom 18.11.2010, C-356/09 („Kleist“).

11/082 Gesetzliche Altersgrenze für Beamte ist keine Diskriminierung

28.04.2011.Be­am­ten­ge­set­ze ent­hal­ten Re­ge­lun­gen, de­nen zu­fol­ge der ak­ti­ve Dienst en­det, wenn der Be­am­te ein be­stimm­tes Al­ters er­reicht. Sol­che Zwangs­pen­sio­nie­run­gen sind schon dann kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung und da­mit rech­tens, wenn sie mit sehr all­ge­mei­ner Zie­len wie der "Förde­rung des Ar­beits­mark­tes" und ei­ner "aus­ge­wo­ge­nen Al­ters­struk­tur" be­gründet wer­den: Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Ur­teil vom 25.02.2011, 2 A 11201/10.

11/081 Zuweisung von Haushaltsmitteln als Befristungsgrund?

27.04.2011. Be­fris­tung mit Sach­grund können im­mer wie­der verlängert wer­den ("Ket­ten­be­fris­tung"). Da sich der öffent­li­che Ar­beit­ge­ber mit ei­ner sog. haus­halts­recht­li­chen Be­fris­tung selbst so ei­nen Be­fris­tungs-Sach­grund schaf­fen kann, sind die da­mit end­los mögli­chen Ket­ten­be­fris­tun­gen in die eu­ro­pa­recht­li­che Kri­tik ge­ra­ten. Ei­ne ent­spre­chen­de Vor­la­ge­fra­ge des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) an den Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) hat sich nun lei­der er­le­digt: BAG, Be­schluss vom 27.10.2010, 7 AZR 485/09 (A).

11/072 EuGH: Altersgrenze 68 bei Professoren rechtens

12.04.2011.Nach ei­nem Ur­teil des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (EuGH) verstößt die Zwangs­ver­ren­tung von Pro­fes­so­ren mit 68 Jah­ren nicht ge­gen das eu­ro­pa­recht­li­che Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters. Zulässig sind auch auf ein Jahr be­fris­te­te Zeit­verträge mit Pro­fes­so­ren ab 65 Jah­ren: EuGH, Ur­teil vom 18.11.2010, C-250/09 und C-268/09 (Ge­or­giev).

11/032 Befristung von Arbeitsverträgen: Keine Endlosverlängerung wegen Vertretungsbedarfs

15.02.2011. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat sich mit der Fra­ge an den EuGH ge­wandt, ob die nach deut­schem Recht mögli­che Ket­ten­be­fris­tung von Ar­beits­verträgen zum Zwe­cke Ver­tre­tung mit dem Recht der Eu­ropäischen Uni­on ver­ein­bar ist: BAG, Be­schluss vom 17.11.2010, 7 AZR 443/09 (A).

11/008 Ist die Haushaltsbefristung mit Europarecht vereinbar?

12.01.2011. Die Be­fris­tung ei­nes Ar­beits­ver­tra­ges muss den Vor­ga­ben des Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­set­zes (Tz­B­fG) ent­spre­chen, das wie­der­um mit dem da­hin­ter­ste­hen­den Eu­ro­pa­recht ver­ein­bar sein muss. In letz­ter Zeit sind in­so­weit Zwei­fel dar­an laut ge­wor­den, ob die nur dem öffent­li­chen Ar­beit­ge­ber zu­ste­hen­de Haus­halts­mit­tel­be­fris­tung die­se Vor­aus­set­zung erfüllt. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat dem Eu­ropäischen Ge­richts­hof nun ei­ne ent­spre­chen­de Fra­ge vor­ge­legt: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 27.10.2010, 7 AZR 485/09 (A).

11/004 Auch rentennahe Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf Abfindungszahlung

06.01.2011. Der Eu­ropäische Ge­richts­hofs (EuGH) hat in ei­nem ak­tu­el­len, aus Däne­mark stam­men­den Vor­la­ge­fall ent­schie­den, dass der all­ge­mei­ne Aus­schluss „ren­ten­na­her“ Ar­beit­neh­mer von Ab­fin­dun­gen bei be­triebs­be­ding­ten Ent­las­sun­gen ei­ne recht­lich un­zulässi­ge Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters dar­stellt: Eu­ropäischer Ge­richts­hof, Ur­teil vom 12.10.2010, C-499/08 (In­ge­niørfo­re­nin­gen i Dan­mark ./. Re­gi­on Syddan­mark).

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